Ortenburger Festjahr 2013

Neujahrsempfang

Dienstag, 1. Januar: Neujahrsempfang, Mensa der Evang. Realschule

Ă–kumenischer Neujahrsempfang als Auftakt zu 450 Jahren Reformation

Gottesdienst mit Dekan Dr. Bub als Prediger und Empfang in der Mensa

18.15 Uhr:

Empfang in der Mensa der Evang. Realschule

Plakat des Neujahrsempfangs

Das war eine rundum gelungene Veranstaltung! Ökumenische Neujahrsempfänge gibt es in Ortenburg schon seit dem Jahr 2000. Aber der diesjährige war zweifellos herausragend, galt er doch zugleich als Auftakt für das Ortenburger Jubiläumsjahr.
Mehr als 200 Besucher feierten mit.

FĂĽr die festliche Musik sorgten der Gesangverein Ortenburg unter der Leitung von Peter Lehner, Gabriele Zahn aus Passau (Trompete) und Dekanatskantor Ralf Albert Franz an der Orgel.


 

NeujahrsempfangNeujahrsempfang


Dekan Dr. Wolfgang Bub betonte in seiner Predigt die nachhaltige Bedeutung der Reformation. Den Reformatoren in Ortenburg sei es um einen Aufbruch in der Kirche, orientiert am einen Evangelium, gegangen. Man begehe das Jubiläum dann angemessen, wenn man nicht selbstzufrieden zurückschaue, sondern sich immer wieder frage, welche Aufbrüche Gott mit den Menschen, Gemeinden, der Ökumene und Gesellschaft vorhabe. Gott schenke die Kraft, aufzubrechen, neue Perspektiven und immer wieder den Frieden zu suchen mit Nachbarn und Kollegen, den sozialen und ökumenischen Frieden, den Frieden zwischen den Völkern.

Vollständige Predigt von Dr. W. Bub

NeujahrsempfangNeujahrsempfang


„Erstaunlich, einzigartig, evangelisch“ sei das Motto des Festjahres zum Reformationsjubiläum, sagte Pfarrerin Sabine Hofer, die den Gottesdienst zusammen mit ihrem katholischen Kollegen, Pfarrer Alois Graf, zelebrierte. „Erstaunlich, einzigartig, ökumenisch“, laute der Titel des Neujahrsfestes. „Wenn wir als Glaubensgemeinschaft Wirkung haben wollen, müssen wir zusammenhalten“, unterstrich sie.

BegrĂĽĂźung im Gottesdienst

Pfarrer Alois Graf appellierte, nicht nur den äußeren Rahmen des schon traditionellen Naujahrsempfangs zu sehen, sondern in die Tiefe zu gehen, das Herz zu öffnen für die Botschaft der Stunde, das Miteinander der beiden Konfessionen.

Beim anschließenden Empfang in der Mensa sprach nach der Begrüßung durch die Gastgeberin Pfarrerin Sabine Hofer, zunächst Stellvertretender Landrat Klaus Jeggle. Es nötige einem noch heute tiefen Respekt ab, dass Graf Joachim vor 450 Jahren entschieden habe, den evangelischen Glauben anzunehmen, wusste er doch, wie das übrige Bayern reagieren wird und dass seine Lehen in Gefahr waren. Er sei somit bis heute ein modernes Vorbild eines politischen Menschen mit klaren Zielen und großer Standfestigkeit. Der Landkreis könne mit Stolz auf die Ortenburger Geschichte blicken, sagte Klaus Jeggle.

Auch Bürgermeister Johann Halser sprach von einem bedeutenden Jubiläum. Das Festprogramm, an dem sich Vereine und Realschule beteiligen, erstrecke sich über das ganze Jahr. Die Marktgemeinde unterstütze es.

Dr. Ralf Krause, Vorsitzender der Dekanatssynode Passau sagte, die Entscheidung von Graf Joachim, den evangelischen Glauben einzuführen, habe Ortenburg nachhaltig verändert. Ortenburg habe eine Sonderrolle mit mitteleuropäischer Bedeutung eingenommen. Im Jubiläumsjahr wolle man sich die evangelischen Wurzeln im Dekanat bewusst machen und feiern.

GruĂźwort Dr. Ralf Krause

Neujahrsempfang7-Brötchen_2013-01-01 Neujahrsempfang_42


Das reichhaltige Buffet war mit Zahlengebäck (von Helma Preitauer) verziert, welche das Jubiläum „1563 – 2013“ bildeten. Zahlreiche liebevoll verzierte kalte Platten waren von vielen freiwilligen Mitarbeiterinnen gefüllt worden. Für die festliche Dekoration hatte vor allem Mesnerin Rosemarie Foth mit ihren Enkeltöchtern gesorgt. Den Einsatz aller Mithelfenden würdigte Pfarrerin Hofer und die Ehrengäste mit einem „Feuerwerk aus Wunderkerzen“.