Ortenburger Festjahr 2013

Buchvorstellung

Freitag, 25. Januar 19.00 Uhr: Buchpräsentation anlässlich des Jubiläumsjahres, Mensa der Evang. Realschule

‚ÄěOrtenburg. Reichsgrafschaft und Reformation 1563 – 2013‚ÄĚ, Hg. F√∂rderkreis Bereich Schloss Ortenburg

Ortenburg Buch

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Rahmen eines beeindruckenden Festaktes wurde das “Ortenburgbuch” in der Mensa unserer Realschule vorgestellt. Festliche, dem Anlass angemessene geistliche Musik hatte Dekanatskantor Ralf Albert Franz mit Bl√§serensemble und Ensemble Vocabile einstudiert.

“Die Festschrift ist eine heimatkundliche – wissenschaftliche Aufsatzsammlung mit √ľber 500 Seiten und √ľber 600 Bildern. Eine derartige umfassende Darstellung der ehemaligen Grafschaft Ortenburg existiert bisher nicht”, sagte Alfons Niederhofer, Vorsitzender des F√∂rdervereins und spiritus rector des Buches. Das Buch sei der Evangelischen Kirchengemeinde zur 450. Wiederkehr der Reformation gewidmet, sei aber auch ein √∂kumenisches Zeugnis, das das derzeitige gute Verh√§ltnis der beiden Konfessionen in Ortenburg kennzeichne.

 

Landrat Franz Meyer zeigte auf, dass Ortenburg sich in seiner besonderen konfessionellen Frontstellung behauptet habe und heute ein Modell f√ľr die Gemeinsamkeiten der Konfessionen sei. Die Pr√§sentation des Ortenburgbuches sei f√ľr den Landkreis ein Gl√ľcksfall. Er dankte dem F√∂rderkreis als Herausgeber und den Autoren f√ľr ein “starkes St√ľck Geschichte”.

Grußwort von Landrat Franz Meyer als pdf-Dokument 

Moritz, Graf zu Ortenburg, der die gr√§fliche Familie vertrat, w√ľnschte f√ľr das Jubil√§umsjahr viel Interesse und Resonanz. Wenn das Ortenburger Territorium auch klein sei, so habe es doch in der Geschichte Bayerns eine bedeutende Rolle gespielt. Die konfessionelle Verschiedenheit habe bei aller Reibung immer wieder auch zu wichtigen Impulsen gef√ľhrt.

Grußwort von Moritz Graf zu Ortenburg als pdf-Dokument

 

Pfarrerin Sabine Hofer dr√ľckte ihre Freude √ľber das Buch mit den Worten aus: “Was gibt es besseres f√ľr die Identit√§t eines Ortes als ein gemeinsames Buch?” Identit√§t entstehe durch Profil, Charakter, Pr√§gung. Es gebe ein noch bedeutenderes Buch in Ortenburg, aus dem heute in √∂kumenischer Verbundenheit gelesen werde und zitierte aus Psalm 73: “Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du h√§ltst mich bei meiner rechten Hand, du leitest mich nach deinem Rat.”

B√ľrgermeister Halser freute sich, dass das √∂kumenische Gemeinschaftswerk einen gro√üartigen Beitrag zur besonderen Geschichte der Marktgemeinde leiste. Nicht ohne Stolz berichtete er, dass der Europ√§ische Tourismusverbund “St√§tten der Reformation” e.V. Ortenburg als Mitglied aufnehmen werde.

Gru√üwort von B√ľrgermeister Hans Halser als pdf-Dokument

 

“In meiner Kinderzeit”, so Karl Wi√üpeintner, Ortenburger Unternehmer und Sponsor, “gab es noch die evangelische und die katholische Schule und damit bildeten sich auch die konfessionellen Freundeskreise. Nicht selten haben die Evangelischen gegen die Katholischen Fu√üball gespielt”. Spannend sei, was da in Ortenburg passiert sei, ein calvinistisch angehauchter Protestantismus, der auf barocken Katholizismus gesto√üen sei. Er bedankte sich bei allen, die mitgewirkt h√§tten, stellvertretend bei Walter Fuchs, Ingomar Reimer und besonders bei Alfons Niederhofer.

Grußwort von Karl Wißpeintner als pdf-Dokument

In zwei historisch fundierten “Vortr√§gen mit Bildern” stellten Stefan Wild und Markus Lorenz dann das Buch vor. “Ortenburger Geschichte”, so Stefan Wild, “ist Landesgeschichte”. Quellen habe man aus ganz Deutschland und sogar aus Amsterdam herangezogen. Ausgangsbasis f√ľr alle Recherchen seien aber die Aufzeichnungen und Ver√∂ffentlichungen des √∂sterreichischen Historikers Friedrich Hausmann gewesen.

Neue Erkenntnisse habe man gewinnen k√∂nnen, sagte Markus Lorenz, aber auch viele neue Fragen seien aufgekommen. “Das Buch”, so Lorenz “ist also nicht das Ende des Weges, sondern ein wichtiger Meilenstein.- Bleiben Sie neugierig!

Klaus Engel